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„Daß du nicht weißt, was dir frommt, des faß ich jetzt deines als Pfand!“
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27. Juli 2026

Zur Unvergänglichkeit der Gefühle

Der vorige Beitrag wirft die Frage auf, welche Gefühle es wohl seien mögen, welche uns dazu bringen, an einer Stelle verweilen zu wollen.

Offensichtlich sind es weder Gefühle der Achtung, noch der Lust, da uns diese, sofern angenehm, denn Leid, Erschöpfung, Übelkeit und Schrecken lassen uns wohl auch verweilen, doch nicht, weil wir es an sich wollen, sondern nur, weil sie unsere Bewegung hindern, unentwegt vorantreiben.

Und was nun also die angenehmen Gefühle der Sorge angeht, so
  • ist die Einsicht zwar so beständig wie unser Gehirn, jedoch ein vergleichsweise schwaches Gefühl,
  • ermißt die Wertschätzung zwar explizit die Idealität einer Verlegenheit, jedoch sind die Verlegenheiten selbst flüchtige Positionen, selbst jene infolge unserer Haltung, welche wir durch unsere Stimmung bewerten,
  • richtet sich der Stolz im weiteren Sinne zwar auf die Vergangenheit, welche nicht vergeht, doch er selbst vergeht sehr wohl nach einer Weile, erlaubt jedoch die Annäherung an die gesuchte Position, indem er uns allabendlich zeigt, wie ideal die derzeitige angesichts des voraufgegangenen Tags ist, was Pythagoras, etwa, zur vorzüglichsten Richtschnur erklärt,
  • ist die Liebe im weiteren Sinne zwar zeitlos, doch
    • stellt die Verbundenheit Anforderungen an den sie Empfindenden, welche im Alter zunehmend nicht mehr erfüllt werden, wobei die Verbundenheit mit Gott am längsten aufrecht erhalten werden kann, worum es etwa in Hexagramm 52 des I Chings geht,
    • stellt sich bei der Liebe im engeren Sinne stets die Frage, ob die erreichte Ordnung der Welt in Auffassung und letzterer Anwendung nicht übertroffen werden könne, wiewohl die eigene Schwäche hier natürlich beruhigend wirkt und es gut sein lassend, und
    • verpflichtet die Zufriedenheit zu ihrer Bewahrung, was es sündig erscheinen läßt zu verweilen, es sei denn, daß ein anderer diese Verpflichtung übernimmt.
Wir sehen also, daß die ideale Position dem Menschen nicht einfach als Ziel vorgegeben ist, sondern daß sie sich aus der Reflexion der eigenen Bewertung des eigenen Bemühens um sie ergibt.

Freilich, manche Menschen bestimmen die ideale Position vorschnell nach oberflächlichen Gesichtspunkten, etwa ihrer sozialen Stellung oder der Perfektion ihrer Unternehmungen, und diese sind gefährlich, und insbesondere, wenn sie sich auf oberflächliche Ordnungen stützen, um die Welt zu formen.

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16. Juli 2026

Die Herbeiführungsweisen während der gewerblichen Phasen des I Chings

Bei den gewerblichen Phasen des I Chings handelt es sich um die Zeilen des oberen Trigramms, namentlich um
  • die Schicksalslenkung (oberste Zeile),
  • die Umfeld- oder Wegessuche (5. Zeile) und
  • die Gesetzesausfüllung (4. Zeile).
Das Gesetz im Sinne des ethischen Sollzustands wurde in der obersten Zeile des unteren Trigramms, also in der 3., bestimmt, und der es anerkennende junge Mann versucht, sich ihm gemäß zu fassen, wobei er bereit ist, es mit diversen Haltungen zu probieren, was ihn anfällig für (beispielsweise der von Tucker Carlson projizierten) Daimonie macht. Wenn er den Maßstab des Gesetzes hingegen nicht aus den Augen verliert, wird er sich der Lösung des (Sich-)Fassungsproblems gemäß überlegen, welche Fundierung das gesetzgemäße Sein erfordert und in wiefern die erwogene Haltung ihm ent- oder widerspricht, wie ich es am Beispiel im vorigen Beitrag vorgeführt habe.

Hat er schließlich genügend viele passende Teilhaltungen gefunden, um das Gesetz in seiner gewerblichen Gesamthaltung das gesetzgemäße Sein geleitend zu substantiieren, so kann er das Fazit ziehen, inwiefern sein Umfeld sein Gewerbe begünstigt und gegebenenfalls ein günstigeres suchen, wozu er seine Einfälle verwirklicht und die von ihnen geschaffenen Umfelder bewertet, bis er ein ihm genehmes aufgespürt hat.

Und nachdem er also weiß, wie er sein Umfeld zu wählen hat, stellt er sich dem Problem, das beste aufzudecken, wozu er erforscht, wie Umfelder aufgedeckt werden können, bis er Kurse planen kann und ihre Einhaltung überprüfen und davon abhängig den ausstehenden einschlagen und somit sein Schicksal lenken.

Mit anderen Worten liefert
  • das Gesetz den Maßstab, welcher dem Gewerbe ein gewissenhaftes Los bescheidet,
  • das Gewerbe das Fazit, welches seinem Betreiber ein erfahrenes (und somit vorzügliches) Los bescheidet und
  • die Erfahrenheit die Fragen, deren sie beantwortendes Wissen ihm ein glaubenserfüllendes Los bescheidet,
und das ist die natürliche Hierachie:
  1. sei gewissenhaft, damit du
  2. erfahren werden kannst und dies seiend
  3. deinen Glauben in Erfüllung gehen sehen,
wobei Christus im besonderen darauf hingewiesen hat, daß man sich dabei nicht unbedingt einem Gewerbe widmen muß, sondern daß sich der gewerbliche Aspekt, wenn man es richtig anstellt, nebenbei ergibt, wobei man wiederum ehrlicherweise sagen sollte, daß dies
  1. ein Marschbefehl ist und
  2. für gewöhnlich als Kriegserklärung empfunden wird,
so daß die Gangbarkeit dieses Weges tatsächlich in Gottes Händen und in Gottes Händen alleine liegt, wobei Gott ihn freilich auf vielfältige Weise öffnen kann.

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5. Juni 2026

Die glaubensgefäßmäßigen Gebrechen der Phasen des popkulturellen Zykels

Das Gebrechen der Glaubensgefäße in den drei Phasen des popkulturellen Zykels besteht darin, daß sie durch das Gehießenheitsgefäß, welchem sie entspringen und welches sie zu verbessern trachten kontrolliert werden, derart sie das verbleibende Glaubensgefäß ausschließen, indem
  • das Bekenntnis der ideologischen Phase auf der Analyse einer vorbildlichen Verfassung beruht, nach welcher es zu regieren trachtet*, und dabei Hoffnungen, welche sie änderten, vormundschaftlich unterdrückt,
  • die Hoffnung der praktischen Phase auf der fachlichen Anwendung einer vorbildlichen Anleitung beruht, nach welcher sie zu verwalten trachtet*, und dabei Hinwendungen, welche sie änderten, unduldsam unterdrückt, und
  • die Hinwendung der sozialen Phase auf dem mannschaftlichen Umgang mit einer vorbildlichen Ausrüstung beruht, durch welchen sie die höhere Gesellschaft zu bilden trachtet*, und dabei Bekenntnisse, welche die Ausrüstung änderten, maschinell unterdrückt,
wobei
  • die Vormundschaft zur Erstarrung,
  • die Unduldsamkeit zur Erschöpfung und
  • das Maschinelle zur Verstrickung führt,
und, wo wir gerade das Stricken am Wickel haben, die Nornenmasche also in allen drei Fällen zuschlägt, und den Riegel bricht, welchen
  • der Regierungsehrgeiz in der ideologischen Phase die praktische aufschiebend vor die Hoffnung geschoben hat,
  • der Verwaltungsehrgeiz in der praktischen die soziale aufschiebend vor die Hinwendung und
  • der Ehrgeiz zur höheren Gesellschaft zu gehören (I'm in with the in crowd, I go where the in crowd goes...) in der sozialen die ideologische aufschiebend vor das Bekenntnis (näheres dazu im vorigen Beitrag),
wobei
  • die Regierung der obersten Zeile des I Chings entspricht,
  • die Verwaltung der vierten und
  • die höhere Gesellschaft der fünften,
und der popkulturelle Zykel heute nicht deshalb an sein Ende kommt, weil die 1000-jährige Herrschaft der Heiligen bereits hinter uns liegt und also der Tod in den feurigen Pfuhl geworfen werden wird, derart die Boomer das ewige Leben erlangen, sondern weil die vorbildliche Verfassung an dieser Stelle die Hoffnung, also die persönliche Entscheidung, nicht aus-, sondern im Rahmen der Verfassung des Zeitalters der Wunder miteinschließt, wohingegen die EPCOT-mäßige Regierung mithilfe künstlicher Intelligenz, welche die Antwort des Systems auf die gegenwärtige ideologische Phase darstellt, es nicht nur nicht täte, sondern mit Sicherheit zur Ausrottung von Homo sapiens führte. Es ist also nicht ganz unwichtig, ob jemand ein Prä- oder Postmillennialist ist, wobei es sich freilich um einen zyklischen Vorgang handelt, bei welchem das Ideal zunächst als solches, sprich himmlisch regiert, und dann etabliert irdisch, während ein neues Ideal erwächst, indem alte aus dem Himmel geworfen werden. Nun, das habe ich alles im Detail ausgeführt, und auch, daß unangenehme Prophezeihungen hinreichend verwirrend sein müssen, um wie ein Dieb in der Nacht eintreten zu können, denn andernfalls träfen die unangenehm Betroffenen Vorkehrungen, weshalb ich mit meiner überschaubaren Leserschaft auch ganz zufrieden bin. (Da will ich den Fettsack also nicht angreifen, aber den Vorgesetzten wie Christus zu gehorchen, geht zu weit: Niemand gehorcht Christus, sein Vorbild wird akzeptiert, und in Israel wird niemand gesund, weil es ihm sein Hauptmann befiehlt; sich hinzustellen und derart transparent mit gespaltener Zunge zu sprechen, muß ich verurteilen. Meint er tatsächlich, danach in Ruhe gelassen zu werden? Und gleichzeitig erzeugt er Naiven Gewissensqualen.)

* ein Trachten, welchem der so genannte Intendant (das System) eine neue Form gibt, ohne die Grundlage, auf welcher es beruht, zu ändern.

Post Scriptum vom 7.6.2026
. Der tiefere Grund für die Gebrechen der Glaubensgefäße der Phasen des popkulturellen Zykels besteht darin, daß die Teilung des zur Verbesserung seiner Grundlage zu entwickelnden Gutes technische Probleme bereitet, welche die persönliche Gehießenheit hinter ein Vorbild zurücktreten lassen, also in der
  • ideologischen Phase den (subjektiven) Glauben hinter ein Verfassungsvorbild, aufgrund von Ergänzungsschwierigkeiten der (subjektiven) Glauben im Rahmen einer anvertrauten Verfassungsentwicklung zur Begnung der Schwarmentwicklung,
  • praktischen Phase das Gewissen hinter ein Anleitungsvorbild, aufgrund von Überlagerungsschwierigkeiten der Gewissen im Rahmen einer übereinkommenden Anleitungsentwicklung zur Befriedigung der Arthaltung, und
  • sozialen Phase die Vorliebe hinter ein Ausstattungsvorbild, aufgrund von Verbindungsschwierigkeiten der Vorlieben im Rahmen einer vertraglichen Ausstattungsentwicklung zur Umsetzung der Traditionsvorhaben.

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7. Mai 2026

Fujairah

Laut shipnext.com geht es in Fujairah geschäftig zu, und dies hat einige interessante Aspekte.
  1. Da der Hafen in Reichweite von Irans Artillerie liegt, kann Iran die dort anlegenden Schiffe derselben Behandlung aussetzen, wie jene, welche die Straße von Hormus passieren, was dazu führen würde, daß auch sie nicht mehr versichert würden. Iran könnte indes auch heimlich Schutzgeld kassieren, insofern keine der beiden Seiten ein Interesse an der Offenlegung der Praxis hat, was dazu führen würde, daß sich die globale Versorgungslage normalisieren würde und Iran seine Reparationen erhält.
  2. Unabhängig davon, ob dabei Schutzgeld an den Iran gezahlt wird oder nicht, würde ein Florieren des Umschlageplatzes Fujairah keinen Zweifel an der Strategie der Vereinigten Staaten lassen, wenn die Energieinfrastruktur Irans bombardiert wird und die der gesamten Golfregion infolgedessen zerstört - möglicherweise abzüglich jener Staaten, welche bis dahin ihre Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten aufkündigen.
  3. Es ist also möglich, daß zwei der Bedingungen Irans, Reparationen und ein Abzug des Militärs der Vereinigten Staaten aus der Region, wenn auch mit Ausnahme der Vereinigten Arabischen Emirate, vor dem Hintergrund einer aufrecht erhaltenen Drohkulisse erfüllt werden, jedoch mit dem Makel, daß die Weltwirtschaft dabei fortgesetzt in Geiselhaft gehalten wird, und zwar von beiden Seiten, woran die Welt nicht das geringste Interesse haben sollte, wahrscheinlich aber darauf hofft, die Zeit bis zu den Wahlen im November auf diese Weise zu überbrücken.
Das I Ching ist allerdings optimistisch:
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15. Februar 2026

Zur Verflechtung der Existenzebenen durch die überschlagenden Verdeutlichungen

Ich werde die formumgehend charakterisierenden Aufgriffe fortan überschlagende Verdeutlichungen nennen, also die
  • Ehrungseinfühlung,
  • Rollenausmessung und
  • Effektausmalung.
Die transzendenten Einheiten, Gott / Heil, Lebenskreis / -teilnahme und Sein, entsprechen der ideellen, funktionalen und materiellen Existenzebene, wobei ich die Gegenstände der ideellen als Ordnungen und jene der funktionalen als Entwicklungen bezeichnen werde, um die Verflechtung der Existenzebenen durch die überschlagenden Verdeutlichungen zu studieren.

Die Ordnung bei der
  • Ehrungseinfühlung ist entwicklungsunabhängig,
  • Rollenausmessung wird hinsichtlich ihrer Entwicklungsrelevanz ermessenen.
wohingegen die
  • Effektausmalung ermißt, wie entwicklungsbestimmend die Rollen einer Ordnung sind,
und der Sinn der
  • Ehrungseinfühlung besteht darin zu ermessen, ob eine Entwicklung durch eine Selbstfestlegung angestoßen werden sollte, nämlich wenn die erste angepaßte Ordnung bei der totalen Anpassung liebenswert genug ist:
    • die Gnade des Gelübdes, also die Haltung, welche seiner Entwicklung begegnet,
    • das Los der Anerkennung, also die Vorhaben, welche seine Haltung befriedigen, und
    • der Segen der Verpflichtung, also die Entwicklung, welche seine Vorhaben umsetzt,
  • Rollenausmessung darin zu ermessen, ob die gegenwärtige Entwicklung einer Ordnung nach gesteuert werden sollte, nämlich wenn dies eine wichtige Rolle verspricht, und
  • Effektausmalung darin zu ermessen, ob es ratsam ist, die Rolle einer Ordnung auszufüllen, um in der gegenwärtigen Entwicklung zu bestehen, nämlich wenn die Rolle einen entscheidenden Effekt hat.
Die menschlichen Geister teilen sich das Leben also wie folgt auf:
  • die Gestimmten sinnen, welche Entwicklungen hinsichtlich der Ordnung des Lebens angestoßen werden sollten,
  • die Fordernden, welcher Ordnung Zeit gekommen ist, die Gegenwart zu steuern, und
  • die Erregten, welcher Ordnung Rollen am mächtigsten sind,
was wieder auf Schönheit, Wesentlichkeit und Mächtigkeit als orientierende Ideale führt, streng genommen der Gesinnungen und nicht der Geister, aber wo sie nicht feststeht, neigt der entsprechende Geist doch stark zu ihr, also der erregte zur reflektiven und der fordernde zur engagierten.

Ich sagte, daß der Geist New York's ein kalter, berechnender sei, der das Wasser liebe, aber die Gezeiten hasse, der alles dadurch zu kontrollieren sucht, daß es austauschbar und sein Verlust wettmachbar werde. Die Fordernden machen das Leben dynamisch, die zweite Zeile der Trigramme des I Chings ist der Abgrund - oder auch das Wasser. Die Zentren der Macht können sie nicht zu nahe kommen lassen, da dann auch ihre Strukturen vom Wandel betroffen wären. Und indem die Entwicklung der Technologie die zur Stabilität der Regierung notwendige Kontrolle immer weiter in das Leben der Regierten verschiebt, strecken die Machtzentren ihre Tentakel immer weiter aus, wobei Fordernde bezahlt werden, um gegen Windmühlen zu kämpfen, und Erregte, um die bestehende Ordnung zu stützen, doch indem ihnen so die Sicherheit des Systems anvertraut wird, wird ihnen natürlich nicht gestattet, selbst ein Sicherheitsrisiko darzustellen, weshalb sie auf Schritt und Tritt überwacht und instruiert werden, einschließlich der Schritte, in welchen sich ihr Haß auf diese Einrichtung entlädt. Sollte sich das Abendland als unfähig erweisen, diese Entwicklung aus eigener Kraft zu überwinden, wird sie China von außen überwinden. Der Grund hierfür besteht darin, daß
  1. der Freie vitaler ist als der Knecht,
  2. der Gehorsame weniger Fesseln braucht als der Aufrührerische und
  3. die Chinesen im Durchschnitt gehorsamer sind als die Abendländer.

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26. November 2025

Zur Einbindung Ungeformter in die Gehießenheitsgefäße

Ich habe den Fortschritt der Gehießenheitsgefäße bisher weniger unter dem Aspekt seiner Führung betrachtet. Der intuitive Fortschritt läßt sich nur dann führen, wenn das Gefäß zugleich ein anderes ist, von welchem der Bildungsaufstieg zum ersten erfolgt, also von der Art zum Schwarm, von der Tradition zur Art oder vom Schwarm zur Tradition, während der programmatische stets führbar ist.

Die Führung mag dabei durch gemeinschaftliche Seelenanregung, Theater oder speziellere Methoden erfolgen. Jedoch ist ihnen allen gemein, daß sie sich an die Sorge (die Art), die Achtung (der Schwarm) oder die Lust (die Tradition) Verschriebene richten, und somit bestehenden Vorstellungen gerecht werden müssen.

Anders verhält es sich, wenn Ungeformte in ein Gehießenheitsgefäß eingebunden werden sollen. In diesem Fall muß das Gehießenheitsgefäß programmatisch voranschreiten, und die angepaßte Bildung muß den Ungeformten gegenüber beworben werden,
  • die an die Entwicklung des Schwarms angepaßte Haltung in Form zu verkörpernder, weltanschaulich orientierender Ideale,
  • die an die Haltung der Art angepaßten Vorhaben in Form spielerischen, trainierenden Interesses und
  • die an die Vorhaben der Tradition angepaßte Erfahrung in Form von gewöhnenden Routinekursen,
was insbesondere zut Einbindung der Gemeinde in die generativen Zykel der Zeitalter erfolgen muß, also im Zeitalter der
  • Wacht das Trainieren für die Anerkennung,
  • Werke die weltanschauliche Orientierung für die Unterstützung und
  • Wunder die Gewöhnung für die Gewährung,
wobei die Staatsideologie in modernen Demokratien fest steht und den Kurs nur in bezug auf bestimmte Parameter korrigieren kann, was im Normalfall zur für sie typischen trägen Öde ihrer politischen Entscheidungen führt und in der Entartung zur Lähmung.

Und also nimmt es wenig Wunder, daß heute fieberhaft daran gearbeitet wird, neue weltanschauliche Orientierungen zu bewerben. Jedoch liegt der Schlüssel in der Entwicklung der Staatsideologie durch die an ihr selbst interessierte regierende Art, welche sie nicht bewirbt, sondern der politisch aufgeklärten Gemeinde anrät.

Und dies sehen wir heute schon: hysterisch gehypte Anschauungen im Interesse beschlossener Entwicklungen  einerhand und Klarwerden über die eigenen Ideale zur andern.

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25. September 2025

Zivilisatorische Fahnenflucht und Reformation

Ich habe den Beitrag Voranschreiten und Zurücksetzen der drei Zykeln als Bildungsanpassungen hinsichtlich der Zurücksetzungen nach den Vorüberlegungen zu diesem Beitrag präzisiert, so daß ich mich nun auf ihn beziehen kann.

Wenn wir im funktionalen oder materiellen Zykel voranschreiten und dabei etwas probieren, was uns mißfällt, stehen wir stets vor der Wahl, denselben zurückzusetzen, das heißt zu reformieren, oder den nächsthöheren ihm abgesteckt unterzuordnen und also zivilisatorische Fahnenflucht zu begehen.

So hat etwa der christliche Glaubenszykel in seiner gemeinschaftlichen Phase die abendländischen Nationen verfaßt, und die Haltungen, welche sie dabei probiert haben, haben sie in den Ersten Weltkrieg geführt. Wenn sich Politiker seitdem von internationalen Unternehmen bestechen ließen, so haben sie bis vor ein paar Jahren gerne auf die Lehren verwiesen, welche sie aus dem Ersten Weltkrieg gezogen hätten - Lehren, welche der reflexartigen Revulsion von Betriebswirtschaftsstudenten gegenüber militärischen Erwägungen bis auf's Haar gleichen (sie stellen sich an, als ginge man ihnen an die Eier).

Natürlich wurden nach dem Ersten Weltkrieg keine Lehren gezogen. Stattdessen wurde das Bemühen, die eigenen Vorhaben an den eigenen Glauben anzupassen, zugunsten des Vertrauens auf die eigene Vorliebe aufgegeben und im Falle Deutschlands darüberhinaus zugunsten der Vorhaben des vernachlässigten Glaubens im Rahmen des popkulturellen Zykels (Wandervögel et cetera), wovon ich hier indes abstrahieren möchte.

Das ritterliche Vorbild wurde im Laufe von ein paar Jahrzehnten vom wirtschaftlichen Aufschwung und der Verbesserung des Lebensstandards verdrängt. Der Atombombe sei Dank war die Sorge um die eigene Sicherheit an ihr Ende gekommen und eine Art irdisches Paradies heraufgezogen, in welchem die höchste Tugend darin bestand, das Glück mit beiden Händen zu packen, am reinsten gemäß Hexagramm 17 des I Chings in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Und wenn Frau von der Leyen heute von einer Nostalgie spricht, welche wir uns nicht mehr leisten können, so geht es ihr auch nicht um eine Reform, sondern um eine weitere zivilisatorische Fahnenflucht: Was die Gesellschaft vorzieht, soll nichts mehr gelten, weder in Form von Ansehen, noch Popularität. Die eigene Strategie ist, was sich nicht mehr verbergen läßt, überholt, aber sie besitzt ihre eigene Logik, ihre eigene Vernunft, und in derem Namen wird der Verzicht auf die Vorliebe gefordert, welche der Zurücksetzung des materiellen Zykels angesichts der Verfahrenheit der Entwicklung zu Grunde liegen muß, und wie einst dem Glauben am Ersten Weltkrieg die Schuld gegeben wurde, so ist es nun die Vorliebe, welche seitdem samt den ihr genehmen Analysten in die Krise führte. Die alte Mär von der Friedensordnung ist nun nicht mehr eine Entschuldigung dafür, den Glauben vergessen zu dürfen, sondern sie ist zu einer Brücke zu einem Ziel geworden, dessen strategische Erwägungen es erfordern, die Vorliebe auch noch zu vergessen, so daß am Ende nichts weiter übrig bleibt, als unter Einsatz aller Mittel und insbesondere der Degradierung aller Schwärme zu Mannschaften um die nackte Macht zu ringen.

Das ist die Argumentation Europas. Trump geht einen anderen Weg. Indem er protektionistische Zölle erhebt, gibt er der Vorliebe der Amerikaner nach, welchen die industrielle Entwicklung ihres Landes mißfällt, und richtet die wirtschaftlichen Aktivitäten also an den Gesetzen aus, welche einer anderen Entwicklung entsprechen, und de facto tut Merz durchaus Vergleichbares, wenn er die militärische Entwicklung Deutschlands auf ein anderes Gleis schiebt, nur daß sich Waffen nur rentieren, wenn sie, wenigstens drohend, eingesetzt werden.

Einstweilen ist die ehemals dreigeteilte Welt in vier Teile zerfallen,
  • die Vereinigten Staaten bemühen sich um eine an ihrer Vorliebe orientierten Reform ihrer Vorhaben, indem sie der Wirtschaft gesellschaftliche Bedingungen diktieren,
  • die Europäische Union bekundet die Notwendigkeit, ihre Entwicklung der Strategie ihrer Vorhaben unterzuordnen, indem sie ihren Gesellschaften wirtschaftliche Bedingungen diktiert, wobei das letztere Verhalten Amerikas und Europas traditionell genau umgekehrt war und von einer Angleichung gesprochen werden könnte, was jedoch die ersteren Rahmen, in welchen es sich vollzieht, ignorierte,
  • Rußland bemüht sich darum, seine Entwicklung beizubehalten, weiter im funktionalen Zykel voranzuschreiten, eventualiter unter Aufgabe seines Glaubens, welcher sie nur schwach beeinflußt, und
  • die ehemals Dritte Welt glaubt weiterhin an das technische Fortschrittsversprechen.
Theoretisch könnten die Vereinigten Staaten mit ihrer Reform erfolgreich sein, nur sieht es nicht danach aus, daß sie sich erreichbare Ziele gesteckt haben. Europa übersieht, daß sich Opfer und Wünsche die Waage halten müssen. Während Amerika verspricht, die Wirtschaft an die Kandare zu nehmen, fordert Europa seine Bürger auf, für sie zu bluten. Es ist natürlich ein Kampf um die Macht im globalistischen Geflecht, in welchem Europas Hoffnung auf der Stärke und dem guten Willen Chinas und, wofern diese fehlen, auf dem politischen Scheitern Trump's liegt, und so, wie sich Trump nun positioniert hat, arbeitet Rußlands Widerstand für ihn.

Rückblickend ist die deutsche Neigung, die Niederlage im Zweiten Weltkrieg als Beginn einer messianischen Zeit anzusehen, durchaus geteilt von der britischen Jugend, welche glaubte, die alten Notwendigkeiten hinter sich gelassen zu haben und sich etwa indischen Gurus zuwandte, und unter diesem Banner gute Geschäfte zu machen, an die Grenzen ihres Weltbeglückungspotentials geraten. Die Europäische Union auf ihrer Grundlage zu erweitern, war stets nur unter dem Aspekt des Machtgewinns eine gute Idee, in zivilisatorischer Hinsicht handelte es sich um die Ausbreitung einer Sekte.

Indem Europa das Selbstbestimmungsrecht ethnischer Russen verneint und die Notwendigkeit mit Atommächten zu verhandeln leugnet, und seien es pitched battles (offene Feldschlachten ist ein unzeitgemäßer Ausdruck, es sollte offerierte Schlachten heißen), wobei ich ja glaube, daß es 2022 genau solche Verhandlungen gegeben hat, welche indes so unmoralisch sind, daß sie geheim gehalten wurden, spießt sich diese Sekte nun selber auf, was angesichts der Abruptheit dieses Vorgangs nicht unbedingt zu begrüßen ist, will doch alles Gute bedacht sein.

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7. September 2025

Das Unheimlichkeitssyndrom

Der deutsche Begriff drückt im Gegensatz zum englischen creepy sehr genau aus, was den Kern der speziellen Angst, welche wir als Unheimlichkeit bezeichnen, ausmacht, nämlich fremde Umstände nicht einschätzen zu wissen. Genauer gesagt handelt es sich darum, hinter einer Entwicklung eine falsche Intention, einen falschen Zweck zu vermuten, also einen teleologischen Irrtum, welcher auftritt, wenn etwas nicht in die gewohnten Schemen paßt und wir zu abseitigen Erklärungen greifen, welche unsere Stimmung augenblicklich trüben, indem sie uns verunsichern, und Phantasien erzeugen, welche sich vor unsere Erwartung schieben, derart der Unerfahrene wohl gar meint, er würde sie erwarten, ungeachtet dessen, daß es sein (subjektiver) Glaube ist, welcher sich gegen die abseitigen Erklärungen, zu welchen er gegriffen hat, wehrt, indem er ihn verunsichert.

Das heißt, streng genommen reicht es bereits, seine Erwartung zu vergessen, um sich unheimlich zu fühlen, etwa an einem warmen Septembertag, an welchem man vergißt, daß der Herbst ansteht, aber bei den üblichen Formen der Unheimlichkeit liegt ein teleologischer Irrtum vor, etwa bei Geistern, dem Erlkönig oder auch bei artifiziellen Verhaltensweisen.

Aaron Lewis meinte, Marilyn Mason würde das Unheimliche meisterhaft bespielen, aber ich halte nicht viel von seinen Anspielungen, Rob Zombie geht den geraderen Weg, nämlich ungewöhnliche Intentionen hinter scheinbar gewöhnlichen Verhaltensweisen zu verstecken, nicht unähnlich zu Alice Cooper's Platzierung von albernen Motivationen hinter mehr oder weniger ungewöhnlichen Verhaltensweisen: in beiden Fällen hält die Inkongruenz dazu an, die gesellschaftlichen Normen zu reflektieren.

Die Art und Weise, wie sich Trump zurzeit verhält, legt in ihrer Sprunghaftigkeit den Boden zu weit verbreiteter Unheimlichkeit, und ihre zahlreichen (falschen) Interpretationen tun ihr übriges.

Ich hatte Nayib Bukele ja als eigenständigen Denker gelobt, doch nach dem, was er nun über die Bargeldschöpfung in den Vereinigten Staaten gesagt hat, möchte ich folgendes festhalten:
Nur so lange werden Banken Treasury Bonds kaufen, wie sie Investitionsmöglichkeiten sehen.
Freilich, das ist doppelt zu qualifizieren:
  1. Selbst wenn sie sich versehen, sind sie too big to fail.
  2. Bei ausländischen Investitionen liegt deren Sicherheit, das heißt die Entscheidung, sie nicht zu verstaatlichen oder anderweitig ihre Verläßlichkeit einzuschränken, in den Händen einer fremden Nation.
Und viel ist dazu gesagt worden, was sich mit der natürlichen Konzentration des Kapitals verbindet. Weit wichtiger aber ist:
Investitionsmöglichkeiten beruhen auf Effizienzsteigerungen der Produktion.
Die Effizienz der Produktion steigt monoton, und jedesmal, wenn sie steigt, verdienen die Banken daran, kann das Gleiche zu geringeren Lohnkosten produziert werden, wird es profitabler, die Produktion zu skalieren, also größere Stückzahlen zu produzieren, und kontrollieren also immer weniger Personen die menschliche Geschäftigkeit.

Deshalb sagt das I Ching im Hexagramm 17 die schließliche Neuordnung der Gesellschaft durch die Mächtigsten voraus. Dem entgegen steht indes das Bankenregime selbst, denn das Gebot der Effizienzsteigerung verhindert jeglichen Gestaltungsspielraum.

In diesem Zusammenhang macht die Offenbarung eine durchaus bemerkenswerte Vorhersage, nämlich daß es zu einem doppelten Fall vor der Neuordnung kommt, zunächst fällt die Hure, dann das Tier, und erst dann kommt der Messias.

Bemerkenswert ist die Vorhersage, da sich ja leicht ein anderer Verlauf vorstellen läßt: Warum sollten die Banken nicht die Produktionsmittel in die Hände einer politischen Organisation übertragen, welche mit ihnen verbündet ist und die Macht hat, das Bankenregime aufzuheben? Genau das hatte Lew Davidowitsch Bronstein bereits seinerzeit vorgeschlagen: die Sowjetunion in ein Niedriglohnland zu verwandeln und also effizienter zu produzieren und Investitionen anzulocken. Sein Aufenthalt in New York 1916 stellte jedenfalls die Finanzmittel für die Oktoberrevolution sicher, weiters möchte ich die Frage seiner möglichen Verbündetheit mit den amerikanischen Banken nicht berühren, da die Realität eh eine andere ist, also ob sich die Juden verschworen haben oder nicht, die mögliche Verschwörung scheitert an einem Hindernis, welches ich hier beschreibe.

Trotzkis Pläne scheiterten zunächst, wie er selbst beklagte, am Eigeninteresse der kommunistischen Partei der Sowjetunion, welche es in der Person Stalins besser vertreten sah, und dann an der Person Hitlers, welcher sie in den Zweiten Weltkrieg zwang.

Unter Clinton schlüpfte dann China in die Rolle des Niedriglohnlands, welches Investitionen anlockte, die Wirtschaft der Sowjetunion war dazu nie in der Lage, aus welchem Grund auch immer, ich vermute aber, nicht zuletzt, da die Russen kein Interesse daran hatten, für den Rest der Welt zu arbeiten.

Die Chinesen tun es nun de facto, doch warum? Folgende Gründe scheinen mir notwendig:
  1. Die Technologie ist effizienter geworden.
  2. China hat viermal so viele Einwohner wie die Sowjetunion hatte.
  3. Die Chinesen denken, daß sie nicht für den Rest der Welt arbeiten, sondern für sich selbst.
Mit anderen Worten ist das Gebot der Effizienzsteigerung, welches die Banken beherrscht, so zwingend, daß sie etwaige Verschwörungsabsichten des besseren Angebots halber aufgeben, oder jedenfalls doch gefährden mußten, da die Arbeiter dieser Welt ihnen nicht hinreichend motiviert bei denselben zu helfen bereit sind.

Jetzt mag jemand einwenden, daß die Ukrainer hinreichend motiviert scheinen, aber am Arbeitsplatz stellt sich die Ernüchterung leichter ein als an der Front.

Angenommen China wäre vertrauenswürdig, so müßte es nur die Führung übernehmen und schlüpfte unmittelbar im Anschluß an den Fall New York's in die messianische Rolle und ein Tier hätte nie geherrscht, aber Johannes hat dies bereits vor 1967 Jahren ausgeschlossen.

Natürlich wird jeder vernünftige Mensch sagen, es sei doch besser, sich zu verschwören, als in eine unkontrollierte Katastrophe hineinzulaufen, und der Einwand, daß eine solche Verschwörung jedoch scheitere, wenn sie zu Wenige einbezieht, mag gar nicht Anwendung finden, da wir es mit einer sehr breiten Verschwörung zu tun haben könnten, und nicht einer jüdischen, jedoch verkennt diese Betrachtungsweise meines Erachtens die Sachzwänge der Dynamik der Entwicklung, in welcher wir uns befinden, und wie sie potentiell Verschworene von ihrem Pfad abbringen, gleich von welcher Art die letzteren sind, so lange der Wandel des Zeitalters nicht als solcher verstanden wird.

Selbstverständlich gibt es ein solches Verständnis heute nicht, oder jedenfalls nur sehr eingeschränkt. Und die Sachzwänge werden dementsprechend auch nur eingeschränkt verstanden, und der Impuls ist, sich ihnen gegenüber zu verschwören, und durch diese Brille wird die Welt zunehmend betrachtet, werden Intentionalitäten angenommen und Fehler dabei begangen, und dies erzeugt bereits jetzt Unheimlichkeit, welche noch zunehmen wird, aber im Grunde überflüssig ist und verschwände, wenn das Bemühen, sich an der Offenbarung vorbei zu verschwören, zum Erliegen käme.

Leute! Das Orakel von Delphi hat wirklich Ereignisse vorhergesagt, welche trotzdem eingetreten sind! Und es waren Fallstudien, welchen den Leuten damals ein Beispiel gaben, was es heißt, sich tragisch zu verwickeln, derart sie verstünden, daß es tragische Verwicklungen gibt, vor welchen die Gesetze der Götter sie bewahren. Es wird höchste Zeit, das wieder zu verstehen, und die Schlingen abzustreifen, welche allenorts ausgelegt sind.

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20. August 2025

Intuitive und programmatische Gehießenheitsgefäße

Ich quäle mich nun schon seit einiger Zeit mit einer Frage, ohne sie frontal angegangen zu sein. Etliches wurde bereits gesagt, aber dem klareren Zugang halber bereite ich es noch einmal auf.

Unser Fortschritt ist entweder prospektiv, irgendwo hinzugehen und uns zu fragen, was uns nützt, oder programmatisch, abzuleiten, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, und diese zu erfüllen, indem wir wiederum deren Voraussetzungen ableiten, bis wir auf etwas stoßen, dessen Voraussetzungen erfüllt sind.

Je nachdem, bezüglich welcher Bildung wir fortzuschreiten gedenken, stehen sich also
  • Versetzung und Versorgung,
  • Einrichtung und Erhaltung, sowie
  • Eröffnung und Unterordnung
prospektiv und programmatisch gegenüber, wobei prospektiv wiederum enger gefaßt werden kann, so daß es von intuitiv abgegrenzt wird, wobei die Intuition durch die Gehießenheiten gegeben ist, bei welchen wir an den Wert der Ehrbarkeiten zur Ehrung der übrigen glauben, derart die
  • Versetzung dem Glauben an die Rechtschaffenheit zur Begegnung der Verbundenheit durch Klären und Verneinen  gegenübersteht,
  • Einrichtung jenem an den Frieden zur Befriedigung der Rechtschaffenheit durch Erwachsen und Mitgeben und
  • Eröffnung jenem an die Verbundenheit zur Umsetzung des Friedens durch Vorbereiten und Angehen,
und wenn wir nun fragen, auf welche Weise ein Gehießenheitsgefäß fortschreiten kann, so lautet die Antwort: Nur auf die programmatische oder die intuitive, da die Gemeinschaft bei der prospektiven nach jedem Schritt weiter in spezielle Interessen zerfällt, so daß es also zwei Klassen von Gehießenheitsgefäßen gibt, die programmatischen und die intuitiven, wobei ich letztere bereits als smyrnische, ephesische und pergamonische Gemeinden betrachtet hatte.

Intuitive Gemeinden unterliegen dabei einem natürlichen Prozeß der Programmatisierung, welcher dadurch zu Stande kommt, daß wir mit wachsender Erfahrung Heuristiken bilden, welche unsere Intuitionen als unbewußte Ableitungen von Voraussetzungen auffassen, derart der intuitive Fortschritt zunehmend als ein programmatischer erscheint. Wiederum hatte ich dies bereits am Beispiel der mathematischen Forschung, welche hauptsächlich darin besteht, die jüngsten Forschungsergebnisse mithilfe allgemeiner Theorien in Beziehung zu einander zu setzen, erläutert. Und wie man insbesondere an diesem Beispiel sieht, werden dabei die Ehrbarkeiten reduziert: Welche mathematischen Sätze durch den Beweis erreichbar werden, ob wir ihnen mehr oder weniger verbunden sind, wird nebensächlich, jeder durch ihn zugängliche Satz gilt das Gleiche.

Intuitive Gehießenheitsgefäße koexistieren ohne gegenseitige Beeinträchtigungen, programmatische aber nicht: Ginge es nach den Professoren, würde niemals eine praktisch relevante Frage untersucht, wenn sie nicht zufällig bei der verwendeten Heuristik aufträte. Und bei den anderen Gehießenheitsgefäßen ist es nicht besser, auch sie strecken ihre Tentakel aus, derart
  • Smyrna zur Mannschaft der programmatischen Tradition,
  • Ephesos zu den Analysten des programmatischen Schwarms und
  • Pergamos zum Fach der programmatischen Art
wird, wie im vorigen Beitrag im Beispiel der technizistischen Tradition und des umbuhlten Schwarms, wobei
  • umbuhlter Schwarm,
  • hinweisende Art und
  • probierende Tradition
nur sehr eingeschränkt als Gehießenheitsgefäße betrachtet werden können, da sie üblicherweise kurzlebig sind, eine probierende Tradition etwa einen Nachmittag andauern mag und selten länger, als es braucht, ein Baumhaus zu bauen (freilich, bei Hobbycomputerprogrammierern deutlich länger), Smyrna zur Planmäßigkeit gelobenden Mannschaft und Ephesos zu Interessenverbindungen anerkennenden, das heißt Koalitionsverhandlungen führenden, Analysten.

Es ist aber wichtig festzuhalten, daß das einzelne intuitive Gehießenheitsgefäß zwar bald eine Heuristik seiner Intuition entwickelt, eine gemeinsame Heuristik des Ineinandergreifens dreier intuitiver Gehießenheitsgefäße wie im generativen Zykel eines Zeitalters hingegen kaum jemals entwickelt wurde, wiewohl das I Ching einen brauchbaren Stereotyp darstellt, und daß der Wert intuitiver Gehießenheitsgefäße beim Gesellschaftsentwurf also nicht unterschätzt werden darf.

Post Scriptum vom folgenden Tag. Mir ist bei der Definition der naiven Ehrung ein Fehler unterlaufen, da die geehrte Ehrbarkeit nicht die einzige ist, an welche wir bei ihr glauben, sondern zunächst an diejenige, welche sie vorbereitet und dann erst an sie selbst als die dritte vorbereitend, beim
  • Verneinen an die Rechtschaffenheit und beim Bestimmen an die Verbundenheit,
  • Mitgeben an den Frieden und beim Reiten an die Rechtschaffenheit und
  • Angehen an die Rechtschaffenheit und beim Gefaßtsein an den Frieden.
Ich habe die betroffenen Beiträge [1],[2],[3] entsprechend korrigiert, derart im Falle
  • Smyrnas die gemeinsame Erfahrung die Bestimmbarkeit ist und die auszeichnende Haltung die Klarheit,
  • Ephesos' die gemeinsame Haltung die reitende ist und die auszeichnenden Vorhaben die erwachsenen und
  • Pergamos' die gemeinsamen Vorhaben die gefaßten sind und die auszeichende Erfahrung die Vorbereitetheit,
wobei das Gemeinsame freilich ersehnt und nicht bereits gegeben ist. Indes beweist die hiesige Gedankenführung, daß dies in der Tat die richtigen Definitionen der Gehießenheitsgefäße sind, da es keine weiteren geben kann.

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11. August 2025

Trump's Ultimatum...

...scheint sich ja in Luft aufgelöst zu haben, aber ich hatte was in Deutschland zu tun und fragte das I Ching, ob ich meine Reise angesichts seiner frühest möglich unternehmen sollte und erhielt
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Das gelbe Licht in der zweiten Zeile habe ich als Ampelfarbe auf mich bezogen, und ich hatte in der Tat viel Glück, insbesondere mit dem Wetter. Die oberste Zeile läßt sich allerdings nur auf Trump beziehen, wiewohl es nicht klar ist, von welchen Führern die Rede ist. In Gefangenschaft geraten scheinen indes japanische und europäische Konzerne zu sein.

Nun, ich sah zwischen Frankfurt und Warschau wohl ein halbes Dutzend Autos mit britischem Nummernschild, alles junge Männern, meistens alleine im Wagen, manchmal zu zweit, derbes Aussehen, irgendwo zwischen Hooligan und Söldner, würde mich also nicht wundern, wenn da wieder was in der Vorbereitungsphase ist. Wenn Trump im Namen der Vereinigten Staaten russische Gebietsansprüche in der Ukraine anerkennte, würde es angesichts der Aufrüstungsvereinbarungen mit der Europäischen Union auch wieder nur Kosten verlagern. Wenn er das täte, bräuchten wir in Europa besser gestern als heute wieder Politiker, welche ihre Fahne nicht nur in den Wind hängen. Es ist aber auch möglich, daß sich die Episode mit Soleimani wiederholt, wo es Trump nach eigener Verlautbarung interessant fand, seine Ermordung Xi brühwarm mitzuteilen, ja, vielleicht geht er sogar einen Schritt weiter, wie die Briten damals mit Heß.

Aber wie gesagt, es ist nicht klar, von welchen Führern die Rede ist. Was die internationale Rechte angeht, so würde ich sie in drei Fraktionen unterteilen: die republikanische, die katholische und die nationalistische, welche sich freilich biweilen überlappen. Dennoch ist erstere den letzteren beiden ein Dorn im Auge, da sie deren Bewegungsfreiheit einschränkt, und die katholische ist davon überzeugt, die nationalistische zu überdauern, und also bereit, sich ihr wie vor 90 Jahren zeitweilig zu unterstellen.

Nun, sobald Trump anfängt, die Dinge in Bewegung zu versetzen, wird es klar werden, wo er steht.

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3. Juli 2025

Auf kabbeliger See

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Ich habe das I Ching gefragt, warum Friedrich Merz das tut, was er tut, und ich habe passenderweise ein Hexagramm des Dharmas, nämlich jenes der Pharisäer, erhalten. Die Zeilen sind aber interessant, wobei der Antrieb allerdings nicht als der eigene, sondern als jener der Regierten zu verstehen ist, eventuell mit Ausnahme der obersten Zeile, was darauf hinausläuft, alle drei Zeilen traditionell zu interpretieren.

Mit anderen Worten, Friedrich Merz denkt, die Stellung in einem Sturm zu halten, wozu er dessen lokalen Anteile abschotten und daran hindern muß, fremde Impulse aufzunehmen, Gelänge ihm das, so meint er, daß sie die Richtigkeit seines Kurses erkennen werden, und selbst wenn es ihm nicht gelänge, wäre es immernoch am ehrenvollsten, dem Sturm die Stirn zu bieten.

Ordnung hat sicherlich ihre Berechtigung. Die Ordnung, welcher Merz dient, ist jene der Globalisierung, von welcher Deutschland als Exportnation profitiert. Es ist jene des Handels, welche die Nationen durch ihre Abhängigkeit von einander zu kontrollieren sucht. Und auch wenn die Vereinigten Staaten in ihr eine privilegierte Rolle spielen, erkaufen sie die Zustimmung der übrigen Nationen doch durch Vergünstigungen, welche mehr den Interessen des Handels als ihren nationalen Interessen entsprechen. Den Sturm, welchen Merz für ein Aufbegehren der Völker gegen ordnungspolitische Vorgaben hält, halte ich für zum Zwecke der Abstreifung ihrer Abhängigkeiten von den Vereinigten Staaten angefacht.

Wenn ich recht habe, hält Merz nicht die Stellung, sondern opfert deutsche Interessen im Vertrauen auf eine baldige Rückkehr zur globalistischen Ordnung. Trump beabsichtigt zur Zeit, ein Schuldenpaket zur Ankurbelung der Wirtschaft durchzubringen, und Merz hat bereits eines vorgeblich zu militärischen Zwecken durchgebracht.

Ich bin geneigt, darin Vorbereitungen auf Währungsabwertungen zu sehen: Offensichtlich sehen sich die Regierenden durch fiskalpolitische Auflagen an der Durchsetzung ihrer Richtungsentscheidungen gehindert, und wenn sie sie also verletzen, müssen sie sich in der Folge Gedanken darüber machen, wie sie während einer Währungsabwertung aufgestellt sind.

Es wäre also bedeutsamst, wie die dem Euro aufgebürdeten Gelder verwendet werden, und eine diesbezügliche Fehlkalkulation würde die politischen Verhältnisse in Europa mit Sicherheit kippen.

Das I Ching scheint das zu bestätigen: Auf die Frage, wie es Europa tatsächlich ergehen wird, erhielt ich

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mit anderen Worten, stur vorwärts, die Verbindungen zum Volk abreißend.

Üblicherweise versuche ich, die Dynamik zu erkennen, welche den weiteren Verlauf erzwingt, doch zur Zeit scheint unser Schicksal in den Händen von Menschen zu liegen, also den Stoff zu Epen und Tragödien abzugeben.

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27. Juni 2025

Plato's number

I just realised something remarkable. I postulated in 2013 that the functional cycle has 4 phases, namely an organisation's
  1. focus being on how to make use of available resources (Verwaltung, not in the sense of administration though),
  2. focus being on what to use them for (Selbstdarstellung),
  3. purpose becoming a resource for other organisations* (parasitärer Befall) and
  4. collapse (chaotischer Kollaps),
* I heard the Subway franchise lives off the people who join it by driving them into bankruptcy with expensive contractual building and maintenance services and truly, I've known two Subways in Pärnu and both have closed, whereas their no name counterpart Metro in Tartu is flourishing.

and already back then I compared it to Bismarck's theory of waxing and waning, to use Plato's words,
  1. the first generation builds the wealth,
  2. the second manages it,
  3. the third studies the history of arts and
  4. the fourth generation goes to seed.
Now, according to Aristotle, and he's certainly right on this, Plato is saying that everything shall repeat, when two cycles, which determine better and inferior births, are in the same phase again, one a cycle of dominating and being dominated that has 3 phases and the other one of waxing and waning that has 4.

It is somewhat safe to assume that the above cycle of waxing and waning is the one refered to here, and although that is not safe to assume at all, it is certainly remarkable that my so called pop-cultural cycle, which is a cycle of dominating and being dominated which has 3 (or if each one is split in half 6) phases, could at least on these grounds be Plato's 1st.

Plato's 100 equal lengths forming a square refers to the 2. cycle of waxing and waning, which makes it likely that each of its phases is 25 years long and the total cycle thus 100 years. 100 would thus be formed by 8 equal lengths of 5: 100=5*5+5*5+5*5+5*5, or, because 100 isn't divisible by 8, perhaps by 4, which have to be squared. Thus in 2500 years 100 lengths of 5 would have accumulated and 2500 is indeed a square, namely that of 50. 2500 years is also a good approximation of the length of the age of works or an aeon in general.

Of course, 2500 isn't divisible by 3, but 7500 is, and if we assume that there is a cycle of 3 ages, the age of wonders, the age of watch and the age of works, 7500 years is a good approximation of the time needed to end up in the same age again. Following this kind of logic, we should divide 7500 by 4, which gives 1875 and that would have to be our oblong rectangle. The problem with this is that 1875 isn't divisible by 50, but 3750 is, meaning perhaps the time interval for total birth reset is 15,000 years, which agrees somewhat with Plato's rebirth period of common souls as stated in Phaidros, i.e. 10,000 years, or, in other words, the interval between arrivals of new human souls, like for instance Y-DNA haplogroup F 62,000 years ago and MNOPS 47,000 years - the more things change, the more they stay the same: a new breed of souls going through the birth cycle.

3750 divided by 50 is 75. 50 being the length of the square 2500 and incidentally that of one of the phases of the pop-cultural cycle, so after 25 of its passages the 3750 years would have passed. Of course, that raises the question why do all that when the least common multiple of 100 and 150 is 300 and not 15,000. 15,000 requires lcm(3,8,625). Anyway, back on track. A 100 cubes (or squares, actually) of the 1st cycle should come about as before by its repetition.

Well, the 1st cycle has 3 phases and 100 isn't divisible by three, hence κύβων τριάδος has to (and arguably does) mean of the triad of cubes, i.e. the number of cubes divided by 3, and since 75 is divisible by 3, the length of a phase of the 1st cycle has to be 50, assuming that one of the divisors of 3750 is the length of the square 2500 and one of them counts the number of phases in the rectangle. Well, there are 6 squares of 5 in 150 and hence 2 triads. And so we need 50 cycles to accumulate 100, and 50*150=7500, which means that 7500 and not 15,000 is Plato's number and the doubling of 1875 is only for convers- and commensurability.

I consider this settled. As for the pempads, they're groups of 5, and the irrational diameters the diagonals of some rectangle. Plato has to square that number then to come back to a rational one. The rectangle should be 3750, and if we want to do geometry, we might as well divide that by 625 and consider the square root of 13 as the diagonal of that rectangle, or, scaling up again, the pempad of pempads of it. Well, following Plato's description, we'll want to do something with 5*131/2-2 next, which is a little over 16, but I must admit that I don't know how to proceed from here.

More importantly and as stated before, if one cycle takes 150 years and the other 100, and that is the most likely inference, independent of the fact that I have already compared two concrete cycles of those lengths, my pop-cultural cycle and Strauss-Howe's, which is equivalent to my functional cycle, though I gave no length for it and neither can a length for organisations in general be given, it doesn't take 7500 years for them to repeat, though if we were to add a small disturbance of 150/49 years to the length of the 1st cycle and of 50/37 years to the length of the 2., and nothing's perfect after all, that would've been achieved.

Immediate postscript. Yeah, it's time again. My 4000th post.

Postscript from 30.6.2025.
τὴν μὲν ἴσην ἰσάκις, ἑκατὸν τοσαυτάκις,
5*5*100: 2500
τὴν δὲ ἰσομήκη μὲν τῇ, προμήκη δέ,
in one sense equal, but also oblong,
ἑκατὸν μὲν ἀριθμῶν ἀπὸ διαμέτρων ῥητῶν πεμπάδος, δεομένων ἑνὸς ἑκάστων, ἀρρήτων δὲ δυοῖν,
in one sense 100 of the pempad of rational diameters lacking 1 each or irrational lacking 2,
ἑκατὸν δὲ κύβων τριάδος.
but also 100 of the triad of cubes / squares of 5: 37,500 / 7500.

I doubt that the μὲν-δὲ is referring to different dimensions, because it doesn't quite make sense: We already have 2500=50*50. If 50 is one of the dimensions, we only need to know one more, but Plato gives two formulas. Let's take τὴν δὲ ἰσομήκη as evidence that we're looking at a multiple of 2500, which is almost certainly true. I don't know what a rational diameter is, unless Plato is referring to a Pythagorean triple, but then the irrational alternative doesn't make sense. So let's just skip that as an unknown definition. Some number is to come about by 100 pempads of diameters lacking 2 each. As for the rectangle, we could consider something scaled down by factor 25 starting from 50 and an unknown multiple of 25 and further make the assumption that but also means that we're getting also either 37,500 or 7500 as the result, i.e.
500*((4+x2)1/2=37,500 => x=56211/2 or
500*((4+x2)1/2=7,500 => x=2211/2,
and interpreting lacking 2 as lacking the (22+...)1/2 in those formulas this leads to x=75 or x=15 and scaling up again we arrive at 1875 or 375, which is a little puzzling, because the solution for the cube leads to a quarter of the solution for the square and the solution for the square leads to the triad of the cube. Anyway, 7500 is the more practical number for birth reset, 37,500 would only be considered by people who want to be free to imagine whatever they want. By the way, a phase in the cycle of the forms of government according to the I Ching amounts to 625 years, if we accept the length of an age to be 2500 years and the length of the cycle of ages accordingly as 7500.

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18. Juni 2025

Zum Gebet um die direktional vorbereitete Bahn des sich zum Gehießenen Verpflichtenden

Καὶ μὴ εἰσενέγκῃς ἡμᾶς εἰς πειρασμόν, Ἀλλὰ ῥῦσαι ἡμᾶς ἀπὸ τοῦ πονηροῦ.
Und laß uns auf den Segen sehen, aber bewahre uns vor dem Verkehrten,
und laß uns Deine Gnade suchen, aber bewahre uns vor dem Verwickelten,
und laß uns uns unseres Loses vergewissern, aber bewahre uns vor dem Nebensächlichen.
Nur weil wir unter einer imperialen Trennung der Geister (die westliche kennzeichnet der offene Zugang zur Präsentation und die Rezeption mehrerer Alternativen) leben, müssen die Umstände nicht verkehrt, also gegen uns gerichtet sein, jedoch sind sie es, wenn uns das Gewissen zu Vorhaben verpflichtet, welche nur die äußere Form des Übels ohne seinen Kern betreffen, wann es uns also vor seinen Karren spannt.

Offensichtlich hat die Biden-Administration das Gewissen der Amerikaner durch ihren Umgang mit den Teilnehmern des Protestes am 6. Januar 2021 vor Trump's Karren gespannt, was ich auch wiederholt gesagt oder sogar mehr oder weniger vorhergesagt habe. Damals hat es mich mehr genervt als gestört, da zwar keine grundlegende Verbesserung, aber immerhin eine günstigere strategische Ausgangslage nach der Unterdrückung der amerikanischen Bürger zu erwarten war, wobei es natürlich von Anfang an klar war, daß dies womöglich wieder Trump in die Hände spielen würde. Jetzt also ist es an den Bürgern Irans, höheren Zielen zu dienen, und dieses Mal stört es mich: Irans Wirtschaft ist ungefähr so sozialistisch wie Schwedens verfaßt, und es liegt nicht im Interesse seiner Bürger, sich auf ihre kapitalistische Umgestaltung einzulassen. Andererseits diente ihr militärisches Opfer nur dazu, entweder
  1. Trump's außenpolitische Bedeutung in einer gefährlicheren Welt zu steigern, oder
  2. ihn innenpolitisch zum Abschuß freizugeben,
und also fremden Interessen, und weder im einen, noch im anderen Fall würde ich darauf wetten, daß normale Bürger irgendwo auf der Welt davon profitierten, denn die Macht, um welche es in diesem Ringen geht, wird letztlich ihnen entzogen: Die Iraner bluten, und andernorts werden imperiale Pläne verwirklicht, aber das werden sie natürlich auch, wenn sie nicht bluten.

Übrigens haben Trump mit seinen Äußerungen, Atombombe auf Tehran, bedingungslose Kapitulation, und das Gerede vom guten alten Schah der iranischen Regierung sehr dabei geholfen, ihre Bürger zu mobilisieren, und das obwohl diese wahrscheinlich genausosehr wie ich davon ausgehen, daß ihre Regierung den Anschlag vom 7. Oktober 2023 vorbereitet hat, was aber seltsamerweise in den öffentlichen Verlautbarungen keine Rolle spielt.

Das I Ching sagt Trump's Erfolg voraus, Feuer unter Donner, Hexagramm 55, Fülle oder Blitzschlag, ohne Zeilen, also der allgemeine Fall, jedoch endete dieser im selbstzufriedenen Versäumnis.

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5. November 2024

Die gehießenen Berichtigungen der Organisationsformen

Es ist ratsam, die letzten drei Beiträge zusammenzufassen.

Das I Ching lehrt
  • von der Vorliebe Gehießene, sich nicht zurückzuhalten und sich gegen Könnensknoten zusammenzuschließen, wenn sie von ihnen gestört werden, im Zeitalter der
    • Wacht in Form der Partnerschaft gegen die Aufgabenerfüllenden und
    • Werke auf der Basis der Unterstützung gegen die Kulturgestaltenden,
  • vom (subjektiven) Glauben Gehießene, sich nicht zurückzuhalten und Reformen von Zugangsknoten voranzutreiben, wenn sie von ihnen mitgerissen werden, im Zeitalter der
    • Wunder die Bildungsgestaltenden die Teilhabenden betreffende und
    • Wacht die Anerkennenden die Partnerschaft betreffende, und
  • vom Gewissen Gehießene, sich nicht zurückzuhalten und das Wissen von Wissensknoten anzuwenden, wenn sie Gesetzmäßigkeiten ausgesetzt sind, im Zeitalter der
    • Wunder die Gewährenden jenes der Bildungsgestaltenden und
    • Werke die Kulturgestaltenden jenes der Lehrenden,
wobei die Basis eines Zeitalters als gleichbleibend richtig entworfen angenommen ist, in unserem etwa die christliche Brüderlichkeit der Unterstützung, die Berichtigung als von Gereiften vorgenommen und ich die Lehre des I Chings einsehe.

Das Problem heute entspringt der Störung durch die Kulturgestaltenden, welcher der Zusammenschluß auf der Basis der Unterstützung nicht Herr wird, wodurch wir alle mitgerissen werden. Indes, diese Mitgerissenheit provoziert eine Berichtigung des Zugangsknotens und jene vermag es wohlmöglich dann auch, den Könnensknoten zu berichtigen.

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Weiterführen

Nach dem etablierten Muster.

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Abgrund unter dem Donner.

Gewachsene Leere der eigenen Lust.
Tadellos.
Die Zuversicht ist zuhause bei der Positionierung durch die Vorhaben der Bande.

Gewachsene Fülle der eigenen Achtung.
Man tötet drei Füchse im Feld und erhält einen gelben Pfeil. Beständigkeit führt zu günstigem Geschick.
Die gehießene Aufgerufenheit regt sich bei der eigenen Umsetzung der Vorhaben der Bande. (Böser diesbezüglicher Witz in Terry Gilliam's The Adventures of Baron Munchausen, bei welchem es Sting, das heißt Gordon Summer, präventiv an den Kragen geht.)

Gewachsene Leere der eigenen Sorge.
Wenn ein Mann eine Last auf seinem Rücken trägt und dennoch in einer Kutsche fährt, ermuntert er damit Räuber, sich zu nähern. Beständigkeit führt zu Demütigung.
Die Bedeutsamkeit trügt bei der Einsetzung der Vorhaben der Bande.

Gewachsene Fülle der umgebenden Lust.
Befreie dich von deinem großen Zeh. Dann kommt der Gefährte, und ihm kannst du vertrauen.
Segen der gegnerischen Einstellung, und dem damit einhergehenden Könnensverzicht, zu den Vorhaben der Bande.

Gewachsene Leere der umgebenden Achtung.
Wenn der überlegene Mann sich nur befreien kann, führt es zu günstigem Geschick. Also beweist er unterlegenen Männern, daß er ernsthaft ist.
Ungnade der Positionierung durch die Vorhaben der Bande.

Gewachsene Leere der umgebenden Sorge.
Der Fürst schießt einen Falken auf einer hohen Mauer. Er tötet ihn. Alles dient dazu weiterzuführen.
Günstiges Los der Beendigung des Umsetzens der Vorhaben der Bande.

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Zügeln

Nach dem etablierten Muster.

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Berg unter dem Abgrund.

Gewachsene Leere der eigenen Lust.
Zu gehen führt zu Hinderungen. Zu kommen begegnet Lob.
Die Zuversicht lehrt beim Aufgreifen der Entwicklung der Partei.

Gewachsene Leere der eigenen Achtung.
Des Königs Diener ist mit Hinderungen noch und noch überhäuft, aber es ist nicht seine Schuld.
Die Aufgerufenheit nimmt die spätere Überzeugung angesichts der Entwicklung der Partei vorweg.

Gewachsene Fülle der eigenen Sorge.
Zu gehen führt zu Hinderungen. Also kommt er zurück.
Die gehießene Bedeutsamkeit wird angesichts der Begegnung der Entwicklung der Partei verschüttet.

Gewachsene Leere der umgebenden Lust.
Zu gehen führt zu Hinderungen. Zu kommen führt zur Verbindung.
Segen der Begegnung der Entwicklung der Partei: Die Leute wissen, wo man steht.

Gewachsene Fülle der umgebenden Achtung.
Inmitten der größten Hinderungen kommen Freunde.
Gnade des Nutzbarmachens der Entwicklung der Partei: Man ist mit seinen Anliegen nicht alleine.

Gewachsene Leere der umgebenden Sorge.
Zu gehen führt zu Hinderungen. Zu kommen führt zu großem günstigen Geschick. Es führt einen weiter, den großen Mann zu sehen.
Forderndes Los der Überzeugung angesichts der Entwicklung der Partei.

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Austragen

Der vorige Beitrag führt auf die Frage, wie sich der durch Vorliebe, (subjektiven) Glauben oder Gewissen Gehießene Wissens-, Zugangs- oder Könnensknoten gegenüber verhalten sollte, und wenn wir annehmen, daß die Zeilen des unteren Trigramms eines Hexagramms des I Chings das Geheiß bezeichnen und jene des oberen den Wissensknoten, unter dessen Einfluß der Gehießene kommt, derart er Entwicklungen von Zugangsknoten, Haltungen von Wissensknoten und Vorhaben von Könnensknoten übernimmt, indem sie ihn überzeugen, beziehungsweise wappnen oder positionieren, so daß er gehießen ist, sie zu zügeln, beziehungsweise auszutragen oder weiterzuführen, so lassen sich geeignete Hexgramme als Antworten auf diese Frage verstehen, wobei theoretisch alle Hexagramme der Verschreibung in Betracht kommen, bei welchen das obere Trigramm die jener des unteren Trigramms im Rechtfertigungszykel vorangehende Zeile enthält, ich es aber zunächst bei den drei elementaren Fällen
  • (subjektiver) Glaube vis-à-vis Partei,
  • Gewissen vis-à-vis Rat und
  • Vorliebe vis-à-vis Bande
belassen möchte, wobei ich nunmehr mit dem zweiten beginne. Die ersten drei Zeilen unterscheiden sich dabei von den letzten drei dadurch, daß die Organisationsform sich zunächst nicht explizit an den Gehießenen wendet, das heißt sich zunächst nicht ihm im besonderen gegenüber eingliedert.

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Donner unter dem Berg.

Gewachsene Fülle der eigenen Lust.
Du läßt deine magische Schildkröte los und siehst mich mit heruntergezogenen Mundwinkeln an. Mißgeschick.
Die gehießene Zuversicht verblaßt angesichts der Ermessung nach der Haltung des Rats.

Gewachsene Leere der eigenen Achtung.
Er wendet sich zum Gipfel für Nahrung. Abweichung vom Weg, um Ernährung vom Hügel zu suchen. Dies fortgesetzt zu tun führt zu Mißgeschick.
Die Aufgerufenheit verirrt bei der Freilegung nach der Haltung des Rats.

Gewachsene Leere der eigenen Sorge.
Er wendet sich von der Ernährung ab. Beständigkeit führt zu Mißgeschick. Handle zehn Jahre lang nicht so. Nichts, das dazu dienen würde, weiterzuführen.
Die Bedeutsamkeit wähnt bei der Wappnung durch die Haltung des Rats.

Gewachsene Leere der umgebenden Lust.
Sich zum Gipfel zu wenden für die Bereitstellung von Nahrung führt zu günstigem Geschick.
Segen der Wappnung durch die Haltung des Rats.

Gewachsene Leere der umgebenden Achtung.
Er verläßt seinen Weg. Beständig zu bleiben führt zu günstigem Geschick. Man sollte das große Wasser nicht überqueren.
Gnade des Ermessens nach der Haltung des Rats.

Gewachsene Fülle der umgebenden Sorge.
Die Quelle der Nahrung. Sich der Gefahr bewußt zu sein, führt zu günstigem Geschick. Es führt einen weiter, das große Wasser zu überqueren.
Günstiges Los des Entdeckens nach der Haltung des Rats.

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3. November 2024

Die Herrschaften der Fundamentlegung als ungewollte Bewährtheit

Ich möchte die bildungsaffine Ehrung der Ehrbarkeiten im folgenden die geschichtliche nennen und die rudimentäre die zeitlose.

Die zeitlose Ehrung läßt sich dann auch so beschreiben, daß
  • der Glanz (die Exzellenz) der eigenen Verlegenheit sie anerkennende Wertschätzung findet (geehrt wird),
  • die Wahrheit der Gesetzmäßigkeiten Liebe ihrer Schönheit (gerecht ist) und
  • die Macht des eigenen Standes Anteilnahme an ihrer Herrschaft (befolgt wird),
und genau das zeichnet die Herrschaften der Verschreibung aus, also daß
  • der Glanz der Herrschenden während der Herrschaft der Achtung anerkannt und wertgeschätzt,
  • die Wahrheit der Herrschenden während der Herrschaft der Sorge als schön geliebt und
  • an der Herrschaft der Macht der Herrschenden während der Herrschaft der Lust anteilgenommen wird.
Viel schwieriger ist es hingegen zu sagen, was die Herrschaften der Fundamentlegung auszeichnet, doch der vorige Beitrag weist den Weg, nämlich daß die Lagen nicht direkt zeitlos geehrt werden, sondern lediglich vermittels jener, durch welche sie sich bewähren, so daß
  • der Glanz der Herrschenden während der Herrschaft der Rücksichtslosigkeit weder anerkannt, noch wertgeschätzt wird, sondern lediglich die Basis der Schönheit ihrer Wahrheit darstellt, etwa jener des ritterlichen Ideals,
  • die Wahrheit der Herrschenden während der Herrschaft der Unvernunft weder schön ist, noch geliebt wird, sondern lediglich die Basis der Herrschaft ihrer Macht darstellt, etwa jene der kostengünstigen Produktion, und
  • die Macht der formal Herrschenden während der Herrschaft der Abgemessenheit weder im eigentlichen Sinne herrscht, noch daß an ihr anteilgenommen wird, sondern lediglich die Basis für die Anerkennung ihres Glanzes darstellt, da sie nur ausführen, was die Pharisäer sanktionieren.
Es stellt sich aber heraus, daß es nicht genügt, wenn sich die Lagen lediglich bewähren, so daß sich der Mangel an direkter zeitloser Ehrung schließlich bemerkbar macht und die Herrschaft der Fundamentlegung in die ihr entsprechende Herrschaft der Verschreibung übergeht.

Das heißt hingegen nicht, daß es während der Herrschaft einer Fundamentlegung nur Probleme mit dem Mangel an zeitloser Ehrung dessen, wessen Fundament gelegt wird, gäbe, also heute etwa der Sorge, sondern heute etwa durchaus auch der Achtung, wie man daran sieht, daß sich die Bedingungen des Glanzes unter dem Primat der Macht von der Anerkennung entkoppeln, was bei Menschen, deren ganzes Denken ein einziges Streben nach Glanz darstellt, präferablerweise anerkanntem, aber zur Not auch anmaßendem, letztlich zu totaler Verblendung führt, da in diesem Fall, im Gegensatz zum Rittertum, die Anmaßung nicht durch die Liebe zum gefährdeten Ideal gedämpft wird.

Allgemein gesprochen stellt der Mechanismus der Bewährung stets eine Bedingung für die richtige Lage dar, welche ironischerweise durch rein zweckmäßiges Denken verwässert wird, da es ja drei Lagen, namentlich die Verlegenheit, die Gesetzmäßigkeiten und den Stand, gibt und die Unterdrückung der zeitlosen Ehrung einer im Namen ihrer Bewährung durch die folgende zugleich auch die Unterdrückung der Bewährung der vorangehenden durch erstere mit sich bringt.

Und also erzwingt die reine Bewährung
  • durch Schönheit die zeitlose Ehrung der Verbundenheit in Form der Anerkanntheit,
  • durch Herrschaft die zeitlose Ehrung der Rechtschaffenheit in Form der Schönheit und
  • durch Anerkanntheit die zeitlose Ehrung des Friedens in Form der Herrschaft,
und ein wesentlicher Bestandteil der Ehrung der Rechtschaffenheit in Form der Schönheit besteht in der begrifflichen Klärung nach dem Muster der platonischen Dialektik.

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4. Oktober 2024

Das I Ching zu Hassan Nasrallah

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Als radikaler Agitator begonnen, Ausdauer gezeigt, zu einer Zuversicht spendenden, in sich ruhenden Kraft herangereift, in einem Dilemma gefangen - dürfte alles stimmen. Unsere Zeit legt zu viel Wert darauf zu verstehen, was passiert, und zu wenig darauf, wem es passiert.

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19. September 2024

Die Ehrung der Ehrbarkeiten unter den Herrschaftsformen

Diejenigen Herrschaftsformen, welche sich den einzelnen Seelenteilen verschreiben, ehren auch die entsprechende Ehrbarkeit, die Herrschaft
  • der Sorge die Rechtschaffenheit,
  • der Achtung die Verbundenheit und
  • der Lust den Frieden,
denn sie will ja
  • gerecht, beziehungsweise
  • geehrt oder
  • befolgt
sein und muß die Ehrbarkeiten also wenigstens bis zu einem gewissen Grade ehren, wobei es keine Realisierung
  • der Gerechtigkeit ohne Wissen,
  • der zwischenmenschlichen Verbundenheit ohne Zugang zu dem, wessen es bedarf, um eine Rolle auszufüllen, und
  • des Friedens ohne Macht gibt, und sei sie nur verliehen.
Wenn dieser Grad auch selten jenem der reinen Geister Gottes entspricht, so verhindert er doch die eigene Vergötzung, also die Beherrschten
  • an die eigene Expertise zu fesseln, beziehungsweise
  • in die Bredouille zu bringen oder
  • klein zu halten.
Allerdings kann eine kulturelle Herrschaft neben einer der Verschreibung zu einem anderen Seelenteil bestehen, und sogar zum selben, wenn die Umstände der Tendenz zur Fesselung, beziehungsweise Stürzung oder Kleinhaltung Einhalt gebieten.

Auch ist es möglich, daß Teile der Beherrschten von der Ehrung ausgenommen werden, etwa in Kolonien, und so war es auch bei der britischen Erlebniskultur, welche sich während der Herrschaft der Achtung in der amerikanischen fortgesetzt hatte. Und während sie sich selbst noch während der Herrschaft der Achtung in eine Repräsentationskultur zurückverwandelte, ging die Herrschaft der Achtung in Amerika ab dem Moment in die Herrschaft der Unvernunft über, seit welchem John D. Rockefeller seine Konkurrenz durch Kartelle in die Bredouille brachte, und also hat sich die dortige Erlebniskultur bis heute erhalten.

Ein Mensch ehrt die Ehrbarkeiten, weil er in Beispielen des Ehrbaren Abbilder dessen sieht, was ihn urbildlich heißt, weil die ehrbaren Einrichtungen, welche ihn umgeben, eine Brücke zum Innersten seines Herzens bilden. Tut er es nicht, so wird er
  • fesselnd, statt gerecht sein,
  • stürzend, statt geehrt und
  • klein haltend, statt befolgt.
Wenn es also allzu schlecht um die Ehrung der Ehrbarkeiten stünde, ließe sich die kulturelle Herrschaft als Mittel rechtfertigen, die Furcht der Menschen vor einander in die Furcht der Regierung vor den Regierten zu verwandeln, was immerhin zu größerer Ordnung führte, und wenn heute jemand einen anderen fesselt, stürzt oder klein hält, so tut er es meist auch im Namen seiner Kultur, macht sich also informell zu ihrem Diener, und wenn das der Maßstab ist, war Deutschland wenigstens Mitte der '80er immernoch mehr Willens- als Repräsentationskultur im langen Schatten Hitlers.

Zugleich beweist diese zumeist vorgebrachte Rechtfertigung aber auch, daß es so schlecht um die Ehrbarkeiten nicht steht, daß unverfroren gefesselt, gestürzt und klein gehalten würde, sondern daß dies vielmehr als barbarisch gilt. Die Rohheit ist also nicht der Grund, wenn unsere Gesellschaft Verbundenheit, Rechtschaffenheit oder Frieden verfehlt, wir sind vielmehr in den letzten 1000 Jahren wohl geschliffen worden.

Was indes in den Herrschaften der Fundamentlegung begegnet, ist der Versuch der Herrschaft, eine Ehrbarkeit zu ehren, ohne es zu können, weil es der Herrschaft
  • der Unvernunft an Wissen,
  • der Rücksichtslosigkeit an Zugang und also an Rollen der Beherrschten und
  • der Abgemessenheit an Macht
mangelt, was die Beherrschten als Verfehlung
  • der Rechtschaffenheit, wenn die Herrschaft der Unvernunft ermißt,
  • der Verbundenheit, wenn die Herrschaft der Rücksichtslosigkeit begegnet, und
  • des Friedens, wenn die Herrschaft der Abgemessenheit umsetzt,
erleben, und um sich vor dieser Ehrbarkeitsferne zu schützen, suchen die Beherrschten unter der Herrschaft
  • der Unvernunft opportunistisch Macht, um eigene Vorhaben nach der eigenen Rechtschaffenheit ermessen zu können,
  • der Rücksichtslosigkeit vorsichtig Wissen, um mit eigener Haltung der eigenen Verbundenheit begegnen zu können, und
  • der Abgemessenheit umsichtig Zugang, um aus eigener Entwicklung den eigenen Frieden umsetzen zu können,
was natürlich auch wieder nicht heißt, daß heute alle ihr kleines Königreich suchten, in welchem es noch gerecht zugeht, aber darin besteht die historische Aufgabe unserer Zeit, daß wir aus unserem begründeten Mißtrauen dem gegenüber, was unsere Gesellschaft beherrscht, zu einem begründeten Vertrauen dem gegenüber, was sie bald schon beherrschen muß, nämlich Rechtschaffenheit, finden, und der Weg dahin führt wie gesehen über Wissen.

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